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NTFS unter SuSE Linux

Moderne Linux Kernel unterstützen vollen Lesezugriff auf NTFS Partitionen. Wenn man jedoch Schreibzugriff erlangen will, muss man einige Zusatzschritte machen.

  1. Installation der ntfsprogs Programmsammlung
  2. Einbinden eines NTFS Dateisystems mit Lese und Schreibzugriff

1. Installation der ntfsprogs Programmsammlung


Um die ntfsprogs auf einem RPM basierten Linux System zu installieren (SuSE, Red Hat) muss man als root Benutzer auf der Kommandokonsole (Bash) den folgenden Befehl eingeben:

   % yast -i ntfsprogs


Dieser Befehl installiert bei einem gut konfigurierten System die folgenden Programme:


   mkntfs 
   -> Erstellt eine NTFS Partiton
   ntfscat 
   -> Zeigt den Inhalt einer Datei auf der Konsole an
   ntfsclone 
   -> Kopiert eine NTFS Partion
   ntfscluster 
   -> Datei mit einem bestimmten Cluster suchen
   ntfscmp 
   -> Vergleicht zwei NTFS Partitionen und zeigt die Unterschiede
   ntfscp 
   -> Überschreibt eine Datei auf NTFS
   ntfsfix 
   -> Repariert einige Fehler und veranlasst Windows eine Prüfung zu machen
   ntfsinfo 
   -> Zeigt Informationen über eine NTFS Partition oder einzelne Dateien
   ntfslabel 
   -> Zeigt und verändert die Datenträgerbezeichnug einer Partition 
   ntfsls 
   -> Listet Informationen über Dateien auf einem NTFS Dateisystem
   ntfs-3g
   -> Lese und Schreib user space Treiber
   ntfsresize 
   -> Verändert die Größe einer NTFS Partition
   ntfsundelete 
   -> Stellt gelöschte Daten auf einer NTFS Partition wieder her


Weitere Informationen sind in den einzelnen Handbüchern nachzulesen.

2. Einbinden eines NTFS Dateisystems mit Lese und Schreibzugriff



Um eine NTFS Partition in Linux mit vollem Lese/Schreib Zugriff einzubinden sollte erst mal ermittelt werden wie der Datenträger heißt. Dass kann man z. B. nach dem anstöpseln des Datenträgers mit folgendem Befehl machen:

   % dmesg | tail


Die Ausgabe kann dann so aussehen:

sda: assuming drive cache: write through
SCSI device sda: 1028608 512-byte hdwr sectors (527 MB)
sda: Write Protect is off
sda: Mode Sense: 03 00 00 00
sda: assuming drive cache: write through
 sda: sda1
sd 0:0:0:0: Attached scsi removable disk sda
NTFS driver 2.1.27 [Flags: R/W MODULE].
NTFS-fs warning (device sda1): parse_options(): Option iocharset is deprecated. Please use option nls=<charsetname> in the future.
NTFS volume version 3.1.


In der Mitte steht dann der Name des Massenspeichers. Um diesen in das Dateisystem einzubinden wird folgender Befehl ausgeführt:

   % ntfs-3g <gerätename> <einhängepunkt>


Der Einhängepunkt ist ein Verzeichnis im Dateisystem, meist unter /media oder /mnt. Ein Beispiel mit dem vorherigen Datenträger:

   % ntfs-3g /dev/sda1 /media/usb


Nun kann man normal Sachen auf den Datenträger kopieren und nach getaner Arbeit normal ausbinden.

   % umount /media/usb