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Netzplan mit Vorgangsknotentechnik

Der Netzplan (engl. Process-Knots-Technology) gibt Aufschluss über den Ablauf des Projekts. Sie können erkennen, welche Vorgänge aufeinander aufbauen bzw. von einander abhängig sind. Des Weiteren sehen Sie, welche Vorgänge nicht länger dauern dürfen als geplant (=kritischer Weg), um den Ablauf bzw. das geplante Ende des Projekts nicht zu gefährden.

Netzplan mit

Die Vorgangsliste

pkt01a0.png Abb. 1a: Beispiel einer Vorgangsliste zu einer Inventur
Hier werden die Teilaufgaben des Gesamtprojektes aufgezeigt, um das Ziel des Projekts zu erreichen. Dies sind die notwendigen Schritte. Für jede Teilaufgabe müssen Sie überlegen welche Zeit Sie dafür benötigen. Wenn Sie den Zeitbedarf nicht auf ±10% genau abschätzen können, teilen Sie die Aufgabe weiter bis dies der Fall ist. Das Prinzip was hier angewendet wird, lautet "Teile und Herrsche". So können Sie erkennen wann das Projekt planmäsig fertig wäre. Teilaufgabe + Zeitbedarf sind die Basisdaten eines Vorganges und somit bezeichnen wir dies als einen Vorgang. Alle anderen Elemente werden auf der des Starttermins berechnet.


Bestandteile
Vorgangs-Nr. Vorgangsbezeichnung Vorgänger Nachfolger Dauer FAZ FEZ SAZ SEZ Puffer
GP FP
Die Teilaufgaben und deren Zeitbedarf, Vorgänge genannt, werden nun in der Reihenfolge ihrer Abarbeitung angeordnet und nummeriert. Damit haben wir, wer der Vorgänger und wer der Nachfolger ist. Mit dem Starttermin können wir mit den einzelnen Aufgabendauern den Endtermin ausrechnen. Dies alles sind Bestandteile der Vorgangsliste. Was man unter den einzelnen Bestandteilen versteht und wie man diese berechnet wird im Folgenden gezeigt.

Der Knoten

Der Knotenpunkt eines Vorgangs beinhaltet alle wichtigen Informationen des entsprechenden Vorgangs. Dazu zählen seine Bezeichnung, Dauer, FP, GP, FAZ, FEZ, SAZ und SEZ. (Siehe nachfolgende Abbildung!)

Der Aufbau

FAZ   FEZ
Vorgangs-Nr. Vorgangsbezeichnung
Dauer GP FP
SAZ   SEZ
Der Vorteil eines Knotens ist, dass seine Zeiten auf einen Blick zu erfassen sind. Anhand der rechten Abbildung erkläre ich ihnen den Aufbau eines einzelnen Knoten. Dieser hat immer die Form eines Rechteckes. In ihm ist die Vorgangs-Nr., die Bezeichnung des Vorgangs, seine Dauer, der Gesamtpuffer (GP) und der Freie Puffer (FP) auf einen Blick zu sehen. Auf den oberen Laschen sind frühesten Termine für den Anfang (FAZ) und das Ende (FEZ) dargestellt, unten genauso für die spätesten Termine.

Die Beziehungen

pkt02a0.png Abb. 2a: Beziehungen der Knoten untereinander
Die Vorgänger eines Knoten beeinflussen mit ihren frühesten Endzeitpunkt (FEZ), den frühesten Anfangzeitpunkt (FAZ) ihrer Nachfolger.
Und die Dauer jedes einzelnen Knoten, beeinflusst immer seinen eigenen frühesten Endzeitpunkt (FEZ).
Beim letzten Vorgang ist der früheste Endzeitpunkt (FEZ) gleich den spätesten Endzeitpunkt (SEZ) und damit der Startpunkt für Rückwärtsrechnung der spätesten möglichen Termine der davor liegenden Vorgänge.

Beispiel

pkt02b0.png Abb. 2b: Beziehungen und die Zeiten von Vorgang 07
Der Vorgang 7 (V07), mit dem Thema "Auslagerung leicht beweglicher Artikel", hat mit seinem Gesamtpuffer GP=03:05h die Möglichkeit maximal um diese Zeit verschoben zu werden, ohne die spätesten Termine vom Nachfolger Vorgang 8 (V08) "Reinigung von Boden und Regal", zu beeinflussen. Da der Freie Puffer FP von V07 00:00h beträgt, kann V07 nicht verschoben werden, ohne die frühesten Termine FAZ=01:30h und FEZ=FAZ+00:30h von V08 zu beeinflussen.