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Netzwerkkabel

Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Netzwerkverkabelungen es gibt und wie die einzelnen Drähte auf die Anschlüsse belegt werden.

Datenerhebung bei der Kabelverlegung. RJ45 (Twisted-Pair) BNC (Koaxial)

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Datenerhebung

Nach der Verlegung von Kabeln benötigt man einige Daten darüber. Deshalb sollte man bei der Verlegung diese erlangen.

  • Zu welcher Art und Weise gehört diese Kabel, hier Kategorie genannt.

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    Abb. 3a: Technische Daten des Kabels
  • Zu welchem Anschluss im Verteiler (Patchfeld) geht das Kabel.
  • In welcher Dose kommt das Kabel in welchen Raum an. Hier sollte die Dokumentation von einer Skizze oder Zeichnung unterstützt werden. Das Suchen von Dosen, welche durch Möbel etc. verdeckt sind, kann damit wesentlich verkürzt werden.
  • lan3b.png
    Abb. 3b: Lfd. Meter-Aufdruck auf dem Kabel

    Länge l in Meter des verlegten Kabels zwischen Anschluss und Dose.

  • Welcher Anschluss von Signal-Lieferant (HUB, Switch, usw.) ist mit dem Verteiler-Anschluss verbunden.
  • Welches Gerät (Computer, Drucker, etc.) ist an dieser Dose angeschlossen.

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Abb. 3c: Tabellarische Dokumentation der Kabelverlegung

Nachträgliche Bemühungen haben ein erhebliches mehr an Zeit und Fachwissen zur Folge.


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RJ45-Verkabelung

Das verdrillte Netzwerk-Kabel (Twisted-Pair, z.dt. paarweise verdrillt), in der Regel mit 4 Paaren, hat einen Wellenwiderstand von 100Ω. Geschirmt kann das Kabel an sich, aber auch zusätzlich die Aderpaare sein. Je nach Qualität wird es in verschiedenen Einsatzkategorien eingeteilt. Diese reichen von Cat.3 für ISDN, über Cat.5 für 100MBit/s, bis zu Cat.7 für Hochgeschwindigkeitsnetzwerke. Mit Cat. (Categorie, z. dt. Kategorie) wird die Einsatzkategorie angegeben.

Die Netzwerkkarte mit RJ45- und BNC-Anschluss

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Abb. 2a: RJ45- und BNC-Anschluss an einer Netzwerkkarte

Netzwerkkarten dienen zum Anschluss von Endgeräten (PC, Server, Laptop) an Kommunikationsnetze, wie z.B.: Ethernet LAN und Token-Ring. Netzwerkkarten sind als Desktop- und Mobil Adapter (Laptop) verfügbar (/105/, S. 138: Netzwerkkarten) .



Der Hardware-Loopback-Adapter

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Abb. 2o: Vorder- und Rückseite des Hardware-Loopback-Adapters
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Abb. 2p: Beschaltung des Hardware-Loopback-Adapters

Dieser Adapter dient zum Testen der RJ45-Schnittstelle, um zu erfahren, ob diese noch in Ordnung ist. Das Testen erfolgt durch Anklopfen mit PING der zuvor eingestellten Netzwerk-IP-Adresse (Also nicht 127.*.*.* = Loopback). Im Gegensatz zum Rechner-internen Loopback, der nur bis zum Chip der Netzwerkkarte vordringt, kommt man mit diesem Adapter aus der Netzwerkkarte heraus und direkt wieder rein. Dadurch ist es auch möglich, bei seiner eigenen Netzwerk-IP-Adresse mit PING anzuklopfen. Wenn man diesen Adapter benutzt und man bei sich nicht selbst Anklopfen kann, dann kann man davon ausgehen, das

  • die Netzwerkkarte entweder einen defekt hat,
  • falsch konfiguriert wurde, oder
  • einen falschen Treiber verwendet.

Damit man mit dem Loopback-Adapter testen kann, muss die Netzwerkkarte den Vollduplex-Modus unterstützten, bzw. eingeschaltet sein. Mit diesem Loopback-Adapter arbeitet man in Schicht 1 bis 7 des OSI−Modells, im Gegensatz des Rechner-internen Loopbacks der in Schicht 2 bis 7 arbeitet.


Belegung des RJ45-Anschlusses

Tabelle 2b: Klemmenbelegung mit Aderfarben nach EIA/TIA 568 Typ A und Typ B
EIA/TIA 568 1 2 3 4 5 6 7 8
Typ A gn/ws gn rt/ws bl bl/ws rt br/ws br
Typ B rt/ws rt gn/ws bl bl/ws gn br/ws br

Die 4 verdrillten Aderpaare werden entweder nach Schema von Typ A oder B aufgelegt. Würde an einem Kabel der eine Stecker nach Typ A und der andere Stecker nach Typ B belegt werden, hätte man statt einem Patch-Kabel ein Cross-Kabel (gekreuztes) erhalten.


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Abb. 2b: RJ45 Stecker am Patchkabel nach EIA/TIA 568 Typ B angeschlossen.

Am Stecker kann man an Hand der durchscheinenden Kabelfarben (Von Oben nach Unten: Rot, Rot, Grünlich, Blau) die Belegung erkennen.

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Abb. 2c: Schema der Anschlüsse bei RJ45-Kontaktpanel

Die Kabelpaare werden nach Schema (/104/, S. 50: FCC-Stecker und Adapterkabel) EIA/TIA 568 Typ B auf den RJ45-Stecker aufgelegt und damit angeschlossen. Der jeweilige Kontakt (Abb. 2c) ist dann am anderen Ende mit einem anderen Kontakt verbunden.


Schema und Zuordnung des RJ45−Anschlusses

Tabelle 2a: Zuordnungstabelle der Anschlüsse bei RJ45-Stecker (/104/, S. 50: Zuordnung ...)
System und Kontakte 1 2 3 4 5 6 7 8
Telefon/Analog-Modem
2 Draht
      a b      
Telefon/Analog-Modem
4 Draht
    2a 1a 1b 2b    
Digital-Modem
4 Draht
    2a
(Signal abgehend)
1a
(Signal ankommend)
1b
(Signal ankommend)
2b
(Signal abgehend)
   
ISDN
4 Draht
    2a
(Signal abgehend)
1a
(Signal ankommend)
1b
(Signal ankommend)
2b
(Signal abgehend)
   
DSL
von Splitter bis Modem
2 Draht
      a = 1a b = 1b      
 
Aderfarbe nach
TIA/EIA 568 Typ A
gn/ws gn rt/ws bl bl/ws rt br/ws br
Aderfarbe nach
TIA/EIA 568 Typ B
rt/ws rt gn/ws bl bl/ws gn br/ws br
Daten/Ethernet T+
(Sende-Signal)
T-
(Sende-Signal)
R+
(Em­pfangs-Signal)
    R-
(Em­pfangs-Signal)
   
Daten /Token-Ring     R+
(Em­pfangs-Signal)
T+
(Sende-Signal)
T-
(Sende-Signal)
R-
(Em­pfangs-Signal)
   

In der Tabelle 2a ist eine Zuordnungs­tabelle der Anschlüsse bei RJ45 und deren Nutzung bei verschiedenen Systemen aufgezeigt.


Die Kabel-Belegung des Patchfeldes bzw. der Dose

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Abb. 2d: Schaltbild eines Cat. 5-Moduls

Hier in dem abgebildeten Modul (Abb. 2d) ist auch die Belegung nach Typ A bzw. B möglich und von Hersteller bezeichnet worden.


Vorbereitung der Montage bei Twisted-Pair-Kabeln

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Abb. 2g: Paarbelegung eines Cat.-Kabels nach EIA/TIA 568 Typ B.
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Abb. 2h: LSA-Anschlussbelegung einer Cat.-Dose nach EIA/TIA 568 Typ B.

Wichtig: Jede CAT-Dose vor der Kabelinstallation genau anschauen, denn jede ist anders angeordnet. Die Farben sind zwar gleich, aber die Anordnung ist anders. Jede Dose hat eine A und B -Belegung (orange mit grün und orange/weiß mit grün/weiß sind vertauscht). Aber die LSA-Belegung bei einer Cat.5−Dose ist völlig anders angeordnet. Der Grund liegt in der dadurch einfacheren Beschaltung mit den Kabelpaaren! Siehe Abb. 2d und Abb. 2f.


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Abb. 2e: Abgelängtes Cat.5-Kabel je nach Dose zwischen 60 und 80mm.
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Abb. 2f: Geöffnete Cat.5-Dose mit LSA-Anschluss

Die Paar-Belegung und Anordnung bei einem CAT5-Stecker und bei einem Kabel sind folgendermaßen festgelegt. Siehe unter anderem Abb. 2f.


Tabelle 1a: Kabelvorbereitung
Kabel mit Geflechtschirm Kabel mit Folienschirm
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Abb. 2i: Kunststoffmantel ca. 65mm ab isolieren
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Abb. 2j: Kunststoffmantel ca. 65mm ab isolieren
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Abb. 2k: Schirmgeflecht zurück schieben und so abschneiden, das ca. 10mm aus dem Kunststoffmantel herausragen.
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Abb. 2l: Schirm- und Kunststofffolie so abschneiden, dass ca. 10mm aus dem Kunststoffmantel herausragen.
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Abb. 2m: Beiaufdraht bei allen Kabeln bis zum Kunststoffmantel zurück ziehen, um das Geflecht wickeln und unter die Schelle fest klemmen.
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Abb. 2n: Schirmfolie auf gleiche Länge kürzen.

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BNC-Verkabelung

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Abb. 1a: BNC-Steckverbinder für den Anschluss an der Netzwerkkarte.

Für die Netzwerkverkabelung wird bei Thin-Ethernet ein Koaxialkabel mit einen Wellenwiderstand von 50Ω eingesetzt.


Dose und Stecker

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Abb. 1c: Geschirmter BNC−Stecker für den Anschluss an der Dose
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Abb. 1b: BNC-Anschlussdose

Schema und Zuordnung des Anschlusses

Tabelle 3a: Belegung
1 + 2   3 + 4 + 5 + 6
lan0b.gif und lan0b.gif
Schirm   Seele

Das BNC−Kabel besteht wie jedes Koaxialkabel aus einen Innenleiter, auch Seele genannt, und ein Schirm drumherum. Das Kabel wird am Ende mit Steckern versehen, welche mittels Bajonettverschluss an der Dose, wie auch an der Netzwerkkarte befestigt werden können. Die BNC−Dose sieht nicht nur so ähnlich wie eine Telefon−Dose aus, sie ist auch so ähnlich aufgebaut. Sie hat auch 6 Kontakte. Die Kontakte 1 und 2 werden mit dem Schirm und die Kontakte 3 bis 6 werden mit der Seele verbunden. Siehe Tabelle 3a.